Zufallsfunde Nimptsch (Stadt und Kreis)

Wenn hier Meldungen aus Zeitungen zitiert werden, sind die politischen Verhältnisse zum Zeitpunkt des Erscheinens dieser Zeitungen zu berücksichtigen, da es Zeiten gab, in denen Pressefreiheit nicht existierte. Demzufolge wird sich in diesen Meldungen auch häufig die politische Ideologie widerspiegeln. Dennoch handelt es sich um Mitteilungen, die auch der Genealogie dienen. Aus diesem Grund werden für die Ahnenforschung relevante Veröffentlichungen hier zitiert. Von politischen Ideologien distanziere ich mich in diesem Zusammenhang ausdrücklich!

 

Breslauer Bauzeitung :

Nimptsch: Der Magistrat beschloß die Anlage einer neuen Wasserleitung. (6.4.1904)

Ostdeutsche Bauzeitung :

Nimptsch: Der Magistrat beschloß den Erweitungsbau des städtischen Krankenhauses. (27.4.1904)

Nimptsch: Gegenwärtig macht sich hier ein grosser Mangel, hauptsächlich an mittleren und kleinen Wohnungen fühlbar. Die Stadtverwaltung hat sich daher entschlossen, für Baulustige Hypothekengelder auszugeben zum Zinsfusse von 3 1/2 % und hat für diese Zwecke 50.000 Mark zur Verfügung gestellt. 24.2.1906)
 

Die Rittergüter Siegroth und Dürr-Brockuth, die seit etwa 200 Jahren zum Gräflich Strachwitz'schen Besitztum gehören, wurden jetzt von dem letzten Besitzer Ludwig Adam Graf Strachwitz an die Bauernsiedlung verkauft. Sie sollen zu mehr als 30 Siedlerstellen restlos aufgeteilt werden. Der erforderlicher Umbau und wahrscheinlich auch weitere Neubauten sollen Anfang April in Angriff genommen werden.

Der Nimptscher Bergverein beschloß auf in seiner Generalversammlung, noch im Laufe dieses Frühjahres auf dem Spitzberg eine kleine Baude zu errichten. Die Baude soll der Hebung des Fremdenverkehrs dienen. (26.1.1933)

Nimptsch: Baupläne der Stadtverwaltung. Die Stadtrandsiedlungen im Westen und Osten werden um 26 und um 8 neue Stellen vergrößert werden. Die Kanalisation und Abwässerverwertung ist nun soweit gediehen, daß mit den Arbeiten begonnen wurde. Der Schloßteich soll durchgreifend in Ordnung gebracht werden. Geplant ist auch die dringliche Pflasterung des Ringes. (2.3.1938)

Nimptsch: Der Betrieb des Hotels "Weißer Schwan" wird eingestellt und die Räume von dem neuen Besitzer Alfons Menzel von hier zu gewerblichen und Wohnzwecken umgestaltet. (12.1.1939)

Nimptsch: Ring 41. Fassadenabputz und bauliche Veränderungen. Bauh. Modehaus Hober. Maurerarbeiten Baugeschäft Czjchon & Lietsch, hier. Werbeanlagen, Markisen und Schaukästen durch Th. Faulhaber, Ladenbau, Breslau I. (11.5.1939)

Nimptsch: Für eine Vergrößerung der Diensträume der Stadthauptkasse sind jetzt die notwendigen Umbauarbeiten in Angriff genommen worden. Sie werden mehrere Wochen andauern. (31.8.1939)

 

 

Digitale Bibliothek der Universität Wroclaw:

 Podasch b. Nimptsch: Das Stallgebäude des Landwirts Trutz brannte.

 

 Waldenburger Wochenblatt von 1859 :

Am 18.Juli abends gegen 11 Uhr brach in Nimptsch auf dem Bodes eines zur Posthalterei gehörigen Stallgebäudes Feuer aus. 33 Possessionen mit circa 70 Gebäuden sind durch das Element eingeäschert worden, und nur der größten Anstrengung der Löschmannschaften und den zahlreichen herbeigekommenen Spritzen war es zu danken, daß Morgens 4 Uhr die weitere Ausbreitung der Flamme verhindert werden konnte. Unglücksfälle an Menschenleben sind glücklicherweise nicht vorgekommen, trotzdem der Verlauf des Feuers bei der vorangegangenen anhaltend enormen Hitze, Mangel an Wasser und der größtentheils schlechten Bauart der Gebäude ein sehr rapider war. Die Entstehungsursache des Brandes ist unbekannt.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Hülferuf.  Nachdem unsere kleine Stadt kaum die Verluste überwunden, welche die am 28.Oktober 1853 hier ausgebrochene Feuersbrunst den Bewohnern zugefügt, ist wiederum ein gleiches und noch härteres Geschick über dieselbe hereingebrochen.- Am 18. d. M. Abends 1/2  12 Uhr verwandelte eine neue Feuersbrunst, deren Veranlassung noch nicht ermittelt, die ganze westliche früher verschont gebliebene Seite des hiesigen Marktplatzes (mit Ausnahme von 8 Häusern) in Schutt und Aschenhaufen und begrub unter diesen Trümmern die Habe von 70, aus 300 Personen bestehenden Familien. Die Besitzer von 33 Häusern nebst 31 Nebengebäuden mit ihren Miethwohnern ihres Obdaches beraubt, stehen mit thränenden Augen vor den Ruinen ihres Eigenthums, nur allein dem Allmächtigen vertrauend, welcher zu beugen und wieder aufzurichten vermag, und hinblickend auf edle Herzen, durch welche unsere Stadt schon ein Mal so werkthätige und menschenfreundliche Hülfe zu Theil wurde.- Durchdrungen von dem Mitgefühl, welches die eigene Anschauung der traurigen Folgen dieses Verhängnisses in uns hervorruft, ist das unterzeichnete Comitee zusammengetreten, um die wohl vielfach in Anspruch genommene, doch stets bewährte Mildthätigkeit der Bewohner unserer Provinz anzurufen und die so ergebene als dringende Bitte auszusprechen, uns milde Beiträge, welche mit inniger Dankbarkeit zur gewissenhaften Verwendung angenommen werden sollen, zufließen zu lassen. Nimptsch, den 20.Juli 1859, das Comitee zur Unterstützund der Abgebrannten.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Unsere Bitte um milde Gaben für die durch Feuer verunglückten Bewohner der Städte Namslau und Nimptsch hat segensreiche Früchte getragen. Wir fühlen uns veranlaßt, Allen, welche ein Scherflein zur Linderung der großen Noth beigetragen haben, hiermit unseren wärmsten Dank im Namen der Unglücklichen abzustatten. - Gott lohne es Jedem! - Eingesammelt wurden und werden heut abgesandt werden für Namslau 26 Thlr. 9 Sgr., für Nimptsch 25 Thlr. 19 Sgr. 6 Pf., zusammen 51 Thlr. 28 Sgr. 6 Pf.

Waldenburg, den 12. Aug. 1859, Der Magistrat.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Nimptsch, 22.November. Ueber die Höhe der Summe, welche durch die Wohlthätigkeit für die hiesigen Abgebrannten von nah und fern erzielt wurden, zirkulieren der Angaben mancherlei! Die Wahrheit wird sich erst später bei der stattfindenden Rechnungslegung seitens des Comité's herausstellen. So viel steht fest, daß über 300 Thlr. eingegangen sind.-

Gestern verunglückte im Steinbruch zu Girlachsdorf, hiesigen Kreises, ein Arbeiter aus Nimptsch beim Sprengen der Steine. Der Verunglückte starb wenige Stunden darauf.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Verloren hat der Drehorgelspieler Franz Neugebauer aus Wättrisch, Kreis Nimptsch, am 22. d. Monats auf der Chaussee zwischen Sorgau und Altwasser den von ihm von der Königl. Regierung zu Breslau für das Jahr 1859 ausgefertigten Hausirgewerbeschein zum Drehorgelspielen im diesseitigen Regierungsbezirk, zu Steuersatze von 12 Thlr. und den ihm von dem Königl. Landrathsamte zu Nimptsch für das Inland ausgestellten Reisepaß.- Diese Dokumente sind von dem Finder hier oder bei der nächsten Ortsbehörde abzugeben. Waldenburg, den 24. November 1859.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 1859, Nr. 88 :

Zobten. Unser diesjähriger Herbstmarkt unterschied sich, obwohl derselbe von Käufern und Verkäufern ziemlich besucht war, von andern nur dadurch, daß ein bei dieser Gelegenheit ausgeführter Diebstahl viel Aufsehen machte. Es wurde nämlich einer Schuhmachersfrau aus Nimptsch der Kasten mit der ganzen Waare gestohlen. Der Kasten wurde auf einem Ackerstück vor der Stadt leer gefunden. Diese Frau ist um so mehr zu beklagen, als dieselbe bei dem letzten Feuer in Nimptsch mit abgebrannt ist. Einige Verkäufer stellten für die Unglückliche eine Sammlung an.

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

1859, Nr. 90 :

Nimptsch. Für das Schillerfest wird auch hier Manches vorbereitet. Erfolgt die gewünschte Genehmigung, so wird am Vorabend auf einer Höhe im Umkreise der Stadt ein großes Gedenkfeuer flammen. Am Abende des eigentlichen Festes erwarten uns mehrere Vorträge des hiesigen Männergesang-Vereins, Festreden, Vorträge von Gedichten und Musikstücken.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

1859, Nr. 79 :

Nimptsch. Am 24. d. Mts. fiel ein Inwohner zu Kuhnau, hiesigen Kreises, bei der Einräumung eines Getreideschobers über der Tenne auf dieselbe herab und starb in Folge dieses Falles bald darauf. Er hinterläßt eine Ehefrau mit 6 noch unerzogenen Kindern.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

1862, Nr.93, November:

Nimptsch. Wie der "Landsmann" meldet, ging am 8. d. M. der 9 Jahr alte Sohn des Tagelöhners Steiner aus Senitz nach Rothschloß, um daselbst bei der Jagd als Treiber zu dienen. Als er gegen Abend nicht nach Hause kam, erkundigte sich der Vater bei andern Knaben, die mit als Treiber gewesen waren. Diese hatten den Vermißten bis zum vorletzten Treiben noch gesehen, dann aber war er zurückgeblieben. Der Vater suchte den Knaben bis spät in die Nacht, fand ihn aber nicht. Am andern Morgen wurde er, auf dem Rücken liegend, von unbekannten Männern auf den petersdorfer Feldern todt gefunden. Die Eltern erkannten ihn als ihr Kind und fuhren ihn auf einer Radwer nach Hause, alle Wiederbelebungsversuche aber blieben fruchtlos. Außer an den Fingern, womit der Knabe in der Erde gewühlt haben mochte, fanden sich keine Verletzungen.

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

1862, Nr. 83, Oktober:

Nimptsch. Vorige Woche (Nachts) wurden hier mehrere Aushängeschilder von Häusern abgenommen und an Orte postirt, wo sie sich allerdings ganz possirlich ausnahmen und die Lachmuskeln der Beschauenden unwillkürlich erregen mußten. Das Merkwürdigste dabei ist, bemerkt der "Landsmann", dem wir diese Notiz entnehmen, daß solche Dinge geschehen können, ohne daß unsere "nachtwachenden Schutzengel" davon etwas merken.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 Branchenbuch Mai 1939 :

Fulde, C., Böttcher, Breslauer Str.6, T 195

Hoffrichter, H., Stellmacher, Bahnhofstr.3

Winkler, W., Apotheker, Ring 13, T 226

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Schlesische Provinzialblätter :

2.Febr.1814:

Verstorben den 23.Jan. zu Nimptsch Frau Acc.- und Zolleinnehmer Joh. Elisabeth Töpfer, geb. Niederfuhr, Brustkrankheit, 65 J., 5 M.

Johanne Caroline Dorothee Melzig *24.10.1798 in Kartzen, Krs. Nimptsch, + 21.01.1814 in Kunern, Münsterberger Kreis, hitziges Nervenfieber

 ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Amtsblatt der Königlichen Regierung in Breslau :

Band 47, 1856:

Von den pro 1855 eingegangenen Zinsen des zur Unterstützung der in den Feldzügen 1813 / 15 invalide gewordenen Krieger, welche geborene Schlesier sind, ausgesetzten Legats der in Breslau verstorbenen Frau Maria Eleonore, verw. Bäckermeister Günther, geb. Roßbach, sind am Todestage der Stifterin, den 23.Dezember pr., die nachstehend genannten Invaliden mit Unterstützungen betheilt worden:

4.

Joseph Grabsch zu Stachau, Kreis Nimptsch

5.

Gottlob Scher zu Schwentnig, Kreis Nimptsch

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Bestätigt: die Berufungsurkunde für den Lehrer Reinhold Bosem aus Groß=Bresa, Kr. Breslau, zum Lehrer an der evang. Schule in Stein, Kr. Nimptsch (Jahr 1890).

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Die Versetzung des Königlichen Kreisschul-Inspektors Hädrich von Sullenschin in den Schulaufsichtsbezirk Münsterberg - Nimptsch erfolgt erst am 1.3.1904 (Nr.3 v. 16.1.1904).

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Verliehen: der Titel "Postsekretär" dem Ober-Postassistenten Bayer in Nimptsch (Nr.6 v.6.2.1904).

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Erlaubnis erteilt dem Kandidaten der Theologie Johannes Behl zu Gr.-Tinz, Kr. Nimptsch, zur Annahme von Hauslehrer- oder Erzieherstellen (Nr.10 v. 5.3.1904).

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Der Pfarradministrator Hugo Hammetter in Rothschloß, Kr. Nimptsch, ist von dem Herrn Oberpräsidenten für die erledigte katholische Pfarrei daselbst präsentiert worden. Breslau, d. 8.3.1904 (Nr. 12 v. 19.3.1904)-

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Bestätigt: die Berufungsurkunde für den Lehrer Siegwart Jonas in Monze, Kr. Nimptsch, zum Lehrer an einer städtischen evang. Volksschule hierselbst (Nr.12 v. 19.3.1904).

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Bestätigt: Die Berufungsurkunde für den bisherigen 2. Lehrer Paul Klose aus Dirsdorf, Kr. Nimptsch, zum 1. Lehrer und Organisten an der evang. Schule bzw. Kirche in Markt-Bohrau, Kr. Strehlen (Nr.14 v. 2.4.1904).

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Erlaubnis erteilt: Der Kindergärtnerin Gertrude Reichelt zu Ober-Johnsdorf, Kr. Nimptsch, zur Annahme von Hauslehrerinnen- oder Erzieherinnenstellen (Nr.29. v. 16.7.1904).

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Etatsmäßig angestellt: Bayer aus Nimptsch in Gnadenfrei, Kaiserl. Oberpostdirektion zu Breslau (Nr. 29 vom 16.7.1904).

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Kaiserl. Ober-Postdirektion zu Breslau. Versetzt: Der Postverwalter Hampel von Prauß nach Rothsürben (Nr. 11 v. 12.3.1904).

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Der Kaplan Joseph Goerlich in Margareth, Kr. Breslau, ist vom Herrn Oberpräsidenten für die erledigte katholische Pfarrei Naselwitz, Kr. Nimptsch, präsentiert worden. Breslau, d. 22.4.1904 (Nr. 18 v. 30.4.1904).

Übertragen: Dem Pfarrer Joseph Goerlich in Naselwitz die staatliche Ortsaufsicht über die kath. Schulen in Naselwitz und Wilschkowitz, Kr. Nimptsch (Nr. 34 v. 20.8.1904).

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Verliehen: Dem Lehrer August Gasse aus Annaberg, Kr. Neurode, die Lehrerstelle an der kath. Schule in Wilschkowitz, Kr. Nimptsch (Nr.23 v. 4.6.1904).

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Etatsmäßig angestellt: als Postassistent der Postanwärter Dörfert in Heidersdorf, Kr. Nimptsch. Kaiserl. Ober-Postdirektion zu Breslau (Nr. 23 v. 4.6.1904).

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Erlaubnis erteilt: Der Lehrerin Dorothea Schöne zu Trebnig, Kr. Nimptsch, zur Annahme von Hauslehrerinnen- oder Erzieherinnenstellen (Nr. 24 v. 11.6.1904).

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Bestätigt: Die Wiederwahl des Rittergutsbesitzers, Landesältesten Vietor auf Neudorf zum Kreis-Deputierten des Kreises Nimptsch (Nr. 26 v. 25.6.1904).

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Verzeichnis derjenigen Hinterlegungsmassen, bei denen die Verzinsung im IV. Quartal 1904 einzustellen ist:

Bezeichnung der hinterlegten Masse:

Sommer'sche Erben c./a. Hanke Sicherheit, Az.: S.3978

Name, Stand und Wohnort des Hinterlegers:

Hanke, August, Müllermeister, Kl. Ellguth, Kr. Nimptsch (40,30 M )

Veranlassung der Hinterlegung, Bezeichnung der Rechtsangelegenheit sowie der Behörde, bei welcher letztere anhängig ist:

Sicherheit behufs Abwendung der Zwangsvollstreckung in Sachen der Schwarzviehhändler Carl Sommer'schen Erben von Mittel-Peilau wider den Hinterleger. C.235/94, Königl. Amtsgericht Nimptsch,

Einstellung der Verzinsung: 1.12.1904 (Nr. 34 v. 20.8.1904).

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 Öffentlicher Anzeiger als Beilage des Amtsblatts der Königlichen Regierung zu Breslau, 1825 :

Der zu Rothneudorf im Nimptschen Kreise belegene, ortsgerichtlich auf 2100 Rthlr. Courant taxirte Kretscham und Freygarten des Anton Beninde, soll im Wege der nothwendigen Subhastation in dem auf den 28.Januar f.J. Vormittags um 9 Uhr in der Amts-Canzley zu Prauß anberaumten anderweiten peremtorischen Termine öffentlich an den Meistbietenden verkauft werden, und laden wir daher zahlungsfähige Kauflustige hierzu ein. Breslau, den 16.December 1824.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Steckbrief. Es ist der unten näher bezeichnete, seit dem 11.December v. J. bei der dritten Compagnie des Kaiser Alexander Grenadier-Regiments zu Berlin eingestellt gewesene, aus Pudigau, Nimptscher Kreises, gebürtige Grenadier Gottlieb Spiller, a, 27. v. Mts. aus dortiger Garnison dersertirt, weshalb sämmtliche Militair- und Civil-Behörden hiermit requirirt und aufgefordert werden, auf vorgenannten Gottlieb Spiller sorgfältig invigiliren zu lassen, und wenn er irgendwo betroffen werden sollte, denselben sofort arretiren, unter sicherer Begleitung nach Berlin transportiren und an das Regiment abliefern zu lassen.

Signalement: Alter, 20 Jahr 9 Monat; Größe 3 Fuß  5 1/2 Zoll; Haare blond; Stirn gewöhnlich; Augenbraunen blond; Augen blau; Nase stark und an der linken Seite ein Gewächs in Größe einer Erbse; Mund gewöhnlich; Bart keinen; Kinn rund; Gesicht länglich; Gesichtsfarbe gelblich; Statur hager; Sprache schlesischer Dialect.

Bekleidung: blaue Dienstjacke, graue Tuchhosen mit einer rothen Biese, kurze Halbstiefeln, blaue Tuchmütze mit rothen Streifen und ohne Schirm. Breslau, den 10.Februar 1825.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 Nachricht. Der im vorigen Amtsblatt-Stück mittelst Steckbrief verfolgte Deserteur Gottlieb Spiller, Grenadier-Regiments Kaiser Alexander, ist bereits wieder eingebracht. Breslau, d.19.2.1825.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 Bau-Verdingungs-Anzeige. In dem Prediger-Wohnhause zu Nimptsch sollen künftigen Sommer einige bedeutende Baulichkeiten ausgeführt werden. Zur Verdingung derselben an den Mindestfordernden ist auf den 17.May c. früh 9 Uhr im Predigerhause daselbst ein öffentlicher Termin anberaumt worden. Der Zuschlag bleibt der Königlichen Regierung zu Breslau vorbehalten. Kostenanschläge und Baubedingungen liegen bei dem Unterzeichneten zur Einsicht vor. Schweidnitz, den 17.April 1825, Maletius, Königl. Bezirks-Bau-Inspektor.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 Avertissement. Von Seiten des unterzeichneten Königl. Stadtgerichts wird hierdurch bekannt gemacht: daß wegen zu niedrigen Gebots auf den Antrag einer Real-Gläubigerin zum öffentlichen Verkaufe der sub. Nr.8 (13) zu Heidersdorf Nimptschen Kreises gelegenen, dem Lieutnant Plümicke zugehörigen Erbscholtisey, nebst allen Realitäten, Gerechtigkeiten und Nutzungen, welche auf 7000 Rthlr. abgeschätzt ist, ein nochmaliger peremtorischer Bietungs-Termin vor dem Deputirten Herrn Stadt-Gerichts-Assessor Beer auf den 23. Juny c. anberaumt worden ist. Demnach werden Besitz- und Zahlungsfähige durch gegenwärtiges Proclama hierdurch öffentlich aufgefordert und vorgeladen, in der Gerichts-Kanzley zu Heidersdorf in Person zu erscheinen, ihre Gebote zu Protokoll zu geben, und zu gegenwärtigen, daß der Zuschlag und die Adjudication an den Meist- und Bestbietenden erfolge. Reichenbach, den 21.April 1825, Das Königl. Stadtgericht.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Subhastations-Patent. Auf den Antrag der Erben des zu Sackerau verstorbenen Freistellenbesitzers David Peicker, soll die zum Nachlasse desselben gehörige aus 9 Schfl. Breslauer Maaß-Aussaat und einem Garten bestehende, im Grund- und Hypothequen-Buche daselbst mit No.14 bezeichnete Freistelle, so der Erblasser besage Kauf-Contract vom 2. April 1812 pro 1600 Rthlr. Court. erkauft, im Wege der freiwilligen Subhastation an den Meist- und Bestbietenden verkauft werden, wozu terminus peremtorie auf den 30. August c. von früh 8 bis Abends 6 Uhr in der Gerichtskanzlei zu Töppliwode angesetzt worden. Kauflustige, Besitz- und Zahlungsfähige werden daher hierdurch vorgeladen, sich gedachten Tages und am genannten Orte einzufinden, ihre Gebote abzugeben und zu gewärtigen, daß der Zuschlag an den Meistbietenden mit Einwilligung der Peickerschen Erben erfolgen wird. Nimptsch, den 14.July 1825. Das Gerichts-Amt zu Töppliwode und Sackerau.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Bekanntmachung. Die vor hiesigem Niederthor sub. No.46 befindliche Töpfer-Nahrung, mit einem zwei Stock hohen Brennhause, welche sehr vorteilhaft an der Straße gelegen, sich auch in ziemlich gutem Bauzustande befindet, steht veränderungshalber bald aus freyer Hand zu verkaufen. Das Nähere bey dem Eigenthümer. Nimptsch, den 4.July 1825.

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Notiz aus einer nicht mehr feststellbaren Zeitung vom 7.4.1897 :

Nimptsch, 7.April: In Rudelsdorf, Kr. Nimptsch, müssen famose sicherheitspolizeiliche Zustände herrschen; dort brannte in der Nacht zum 1. April die massive große Scheune des Stellenbesitzers Reinert total nieder und kein Mensch im Dorfe - also auch der Nachtwächter nicht - hatte eine Ahnung von dem Feuer. Wie der "Landsmann" berichtet, muß die Scheune schon zwei Stunden gebrannt haben, ehe man auf das Feuer aufmerksam wurde. Dabei liegt aber das Brandobjekt nicht etwa abseits und versteckt, sondern unweit von Kirche und Pfarrhaus mitten im Oberdorfe und fast dicht an der Chaussee.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Bundesanzeiger.de :

Pauline Janke, geb. Michelis  *21.03.1909 in Lipy, Polen,  +27.08.2007 in Hamburg.

Ihr Vater war Leopold Heinrich Mich(a)elis  *06.10.1860 in Petrikau, Kr. Nimptsch,  +25.07.1926 in Söhring. Er war in 1. Ehe verheiratet mit Matilda Mich(a)elis, geb. Pudrickaja (Pudrizkich). Aus dieser Ehe ging das Kind Julius (Julijus) Karl Mich(a)elis hervor, *03.01.1896 o. 1886 in Lipy, Polen.

In 2. Ehe war ihr Vater verheiratet mit Auguste Mich(a)elis, geb. Pudrycka (Podritzki/Pudrickaja/Pudritzka).

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Gertrud Reimann  *11.07.1922 in Dankwitz, Kr. Nimptsch,   + 12.03.2003 in Geseke

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Wilhelm Hermann Kiese  *02.12.1894 in Kunsdorf, Kr. Nimptsch  + 01.04.1960 in Helmstedt

Er hatte vier Geschwister:

Liesel Neumann, geb. Kiese

Berta Kiese

Paul Kiese

Ernst Kiese

Außerdem hatte Wilhelm Ernst Kiese eine Tochter:

Ruth Marta Schmidt, geb. Kiese  *03.06.1921 in Auras, Kr. Wohlau  +12.09.2007 in Braunschweig

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Adressbuch der Nationalsozialistischen Volksvertreter, 1933:

(Quelle: Ancestry.de)

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Grottkauer Zeitung:

Nimptsch, 26.September :

Einen argen Reinfall erlebte ein Einwohner in Heidersdorf, der es vorgezogen hatte, sein Gold nicht zur Reichsbank zu bringen, sondern versteckt verwahrt zu behalten. Nicht weniger als tausend Mark in Goldstücken hatte er in einem Kästchen versteckt, daß ihm zu diesem besonderen Zweck ein Zimmermann fertigen mußte. Dieser Tage mußte er die Wahrnehmung machen, daß ihm das Kästchen gestohlen war, aber nicht allein mit diesen tausend Mark in Gold, sondern noch mit weiteren zweitausend Mark, die in Papiergeld dabei lagen. Von dem Diebe fehlt bisher noch jede Spur. (Ausgabe vom 29.9.1915)

 

Grottkauer Zeitung vom 04.02.1914:

 

 

 

 

Die beiden folgenden Dokumente wurden freundlicherweise von Mitforschern zur Verfügung gestellt :

Sterbeurkunde für Wilhelm Theuser *29.01.1883 in Klein-Ellguth, Kr. Nimptsch:

 

Konfirmationsschein für Louise Auguste Köchel vom 15.04.1856, Reichau, Kr. Nimptsch:

 

 

 

 

 

--

 

--

Nach oben